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1865-3502
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herausgegeben von Christoph Bochinger (Bayreuth) Arne Manzeschke (Bayreuth) Andreas Nehring (Erlangen) Erich Nestler (Erlangen) Walter Sparn (Erlangen) Ingrid Schoberth (Heidelberg) Wolfgang Schoberth (Erlangen) Hans G. Ulrich (Erlangen) |
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Die beiden titelgebenden Stichworte unserer Schriftenreihe benennen nicht nur wichtige Themenfelder von Religionswissenschaft und Theologie; vielmehr liegen im Schnittfeld von Religionsforschung und Ethik einige der aktuellsten und interessantesten Fragestellungen der Kulturwissenschaften insgesamt. Das für manche gewichtige Sozialtheorien überraschende und für manche Bereiche des medialen Diskurses verstörende Aufleben des Themas Religion in der öffentlichen Sphäre ist nicht nur ein Phänomen unter anderen, das nach Erklärung verlangt, sondern verweist auf grundlegende Fragestellungen – und damit vielleicht auf die politisch wie sozial drängendsten Aufgaben für das Selbstverständnis und die Kohäsion liberaler Gesellschaften. |
zu den Heften |
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Es dürfte kein Zufall sein, dass die »neue« Konjunktur des Religiösen gerade in einer Zeit zu beobachten ist, in der das Bewusstsein dafür wächst, dass die moralischen Grundlagen dieser Gesellschaften keineswegs so selbstverständlich sind, wie das durch die faktische Eliminierung einer öffentlichen Debatte um die gemeinsam geteilten Grundüberzeugungen den Anschein haben könnte. |
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Was vermehrt als »Werteverlust« konstatiert oder beklagt wird, was als Artikulation eines Mindestbestandes ethischer Grundorientierungen eingefordert oder diskutiert wird, verweist nicht zuletzt auf die religiösen Prägungen der Menschen. Diese lassen sich unter den Bedingungen der Globalisierung aber nur noch als plural existierende verstehen, womit näherhin das Verhältnis von Religion, Ethik, Politik und Wissenschaft in ihren Praktiken und Theorien zu analysieren und zu reflektieren ist. |
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Die Schriftenreihe Religionsforschung und Ethik konzentriert sich auf dieses Themenfeld und bearbeitet es in einer Folge von thematisch und methodisch durchaus unterschiedlichen Beiträgen. Die dabei entstehende Vielfalt der Perspektiven ist ausdrücklich erwünscht; sie entspricht darin dem Gegenstand der Analyse und Reflexion: Dieser ist nicht nur von offenkundiger materialer Komplexität, sondern auch methodisch ausgesprochen schwer zu fassen. Es hat sich wiederholt gezeigt, dass die eingespielten Methoden und Kategorien der hiermit befassten Disziplinen weder für die Analyse der spezifischen Präsenz des Religiösen in den Gegenwartsgesellschaften noch für ein angemessenes Verständnis der religiösen und moralischen Überzeugungen ausreichen. Auch wenn etwa dem »empirical turn« in Ethik und Religionsforschung viele Einsichten zu verdanken sind, so zeigt sich doch zugleich die Notwendigkeit einer eingehenden Grundlagenreflexion, die den kategorialen Rahmen und die theoretischen Implikationen solcher Forschung offenlegt und kritisch untersucht. |
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Der Grundlagenreflexion wie der Erforschung einzelner Phänomene sind die Beiträge von Religionsforschung und Ethik gewidmet. Als eine Reihe von Arbeitspapieren erscheinen die einzelnen Hefte im PDF-Format, in loser Folge und in unterschiedlichem Umfang. |
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| geändert 27.7.2009 |